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Manitou von Günter Burkhardt, das "kleine" Kartenspiel mit dem Indianderthema, ist bei uns ein "Dauerbrenner"...

Manitou
Autor: Günter Burkhardt
Verlag: Goldsieber 1997
2-4 Spieler, ab 12 Jahren, 20-30 Minuten

Spielmaterial: Das Spiel besteht aus 110 Karten guter Qualität (weißer Kartenrand): 11 Jäger (Karten von 1-10, zusätzlich eine 5), 10 Krieger (je 2 Krieger in 5 Arten) und 1 Übersichtskarte für jeden Mitspieler (alle Spieler haben gleiche Kartensätze), 7 Fellräuber und 15 Büffelherden (sechs "große" mit Werten von 9 bis 13, neun "kleine" von 1 bis 7).
Ablauf: Zunächst werden Büffel in drei Jagdgebiete als Beute ausgelegt: In das 1.Gebiet legt man eine große und eine kleine Herde, in ein 2.Gebiet eine kleine Herde und in das 3.Gebiet legt man bei vier Mitspielern eine kleine und eine große. (Das 3.Gebiet besteht bei 2 Spielern nur aus einer kleinen Herde und bei 3 Spielern aus einer großen Herde.) Die Spieler wählen nun aus ihren Kartensätzen 8 Karten aus, die sie für diese Runde nutzen wollen. (Der Geber wählt nur 7 Karten, da im Spiel derjenige, der in der Hinterhand sitzt, große Vorteile hat.) Die Spieler mischen ihre 8 (7) Karten und legen sie als Nachziehstapel für diese Runde verdeckt vor sich.
Drei Karten werden gezogen. Wer an der Reihe ist, legt eine seiner Handkarten offen an ein Jagdgebiet seiner Wahl und zieht eine Karte von seinem Nachziehstapel. Wird ein Krieger in ein Gebiet gelegt, in dem sich schon ein Krieger befindet, dann kommt es zum Kampf. Die Kriegerkarten zeigen eine Rangfolge. (Sie wird auf der Übersichtskarte wiederholt.) Der nach dieser Rangfolge Überlebende bleibt im Jagdgebiet liegen und hat dort ab sofort die Macht. Die unterlegene Krieger-Karte wird umgedreht. Sind die Krieger gleich stark, werden beide umgedreht und es gibt keinen Sieger. Durch das Legen einer zweiten Krieger-Karte in das selbe Gebiet kann man seinen Krieger schützen: Vor einem Kampf muss dann zuerst der zweite Krieger bekämpft werden, indem der Angreifer einen Krieger opfert. Beide Karten werden umgedreht (nur der Beschützte überlebt).
Haben alle Spieler 7 Karten ausgespielt, kommt es zur Wertung. Wer in der Runde die Jäger mit den meisten Punkten ausgespielt hat, erhält eine Fellräuberkarte, die 10 Minuspunkte wert ist. Bei der Wertung der drei Gebiete erhält der Spieler mit den meisten Jägerpunkten im Gebiet die größere Büffelherde und der mit den zweitmeisten die kleinere Herde (falls vorhanden). Die Werte der Herden entsprechen den Siegpunkten. Der Spieler, der in einem Gebiet offen liegende Krieger hat, erhält alle im Gebiet befindlichen Indianer-Karten. Die derart gefangenen gegnerischen Indianer zählen je 1 Siegpunkt. Indianer der eigenen Kartenfarbe werden zu dem eigenen Kartenrest zurück gelegt.
Nun werden für die zweite Runde wiederum Büffelherden ausgelegt. Die Spieler wählen ihre Karten für diese Runde aus den noch verbliebenen Karten. Nach dem Ausspielen der dritten Runde hat der Spieler mit den meisten Siegpunkte gewonnen (Herden und Gefangene minus Fellräuber).

Bewertung: Manitou kann durch seinen ausgefeilten Mechanismus mit vielen großen Spielen mithalten. Die Mischung zwischen Glück und strategischen Elementen, die deutlich Richtung Strategie tendiert, ergab in unseren Spielrunden immer eine sehr spannende Atmosphäre. Manitou von Günter Burkhardt ist bei uns ein "Dauerbrenner". Leider ist das "kleine" Kartenspiel mit dem Indianderthema "out of print". Wem es dennoch gelingt, es zu erjagen, sollte zuschlagen: Wir jedenfalls können es wärmstens empfehlen.

Nachtrag: Inzwischen ist das Spiel unter dem gleichen Namen neu aufgelegt worden. Mit der Neuauflage ist allerdings auch die Verpackungsgröße gestiegen.

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